Hamburg - Das Hamburger Maklerhaus Engel & Völkers hat die Folgen der Wirtschaftskrise im vergangenen Jahr gut verkraftet. Der Markenumsatz der Gruppe, die zu den Branchengrößen in Deutschland zählt, ging leicht um 6,4 Prozent auf 137,1 Mio. Euro zurück. Wesentlichen Anteil am moderaten Geschäftsergebnis hatte die gute Entwicklung des Geschäfts mit Wohnimmobilien in Deutschland. Die Tochter Residential konnte den Umsatz um knapp 20 Prozent auf 64,1 Mio. Euro steigern und erreichte damit ein Spitzenergebnis.
Der Umsatz der Wohnimmobilien-Shops in den übrigen 31 Ländern weltweit war 2009 mit 36,7 Mio. Euro (Vorjahr: 49,8 Mio. Euro) allerdings um 26,3 Prozent rückläufig. In Spanien, Südafrika sowie in Dubai liefen die Geschäfte schlecht. Doch schon zur Jahresmitte sei die Talsohle erreicht gewesen.
In der Sparte Gewerbeimmobilien schrumpfte der Umsatz aufgrund der schwachen Entwicklung der Investments und der Vermietungen um 29 Prozent auf 30,6 Mio. Euro. "Im Bereich Gewerbeimmobilien erwarten wir 2010 eine stabile Entwicklung im Inland sowie unter Einbeziehung unserer im vergangenen Jahr im Ausland eröffneten Büros Zuwächse", prognostiziert Vorstandschef Christian Völkers.
Das Unternehmen berichtet zudem von einer wachsende Nachfrage nach Engel & Völkers-Lizenzen für Wohnimmobilien-Shops oder Gewerbebüros. So seien 2009 mit 135 Lizenzen rund 30 Prozent mehr verkauft worden als im Vorjahr. "Gerade wenn eine Krise, wie aktuell, die Märkte belastet, suchen viele den Erfolg in einem starken Verbund", interpretiert Völkers das Wachstum des Netzwerkes.
Insgesamt haben die mehr als 400 Wohnimmobilien-Shops und Gewerbebüros mit ihren 3400 Mitarbeitern 2009 Immobilien im Gesamtwert von knapp fünf Mrd. Euro vermittelt. In das neue Jahr sei das Unternehmen gut gestartet, berichtet Völkers. Geplant sei die Expansion in den USA und der Auf- und Ausbau eines Netzwerkes in Russland, Indien und China. n.s.




Tippen & Gewinnen
Jetzt verlieben!
